04.09.2010

Ko(s)mische Fragen und ko(s)mische Antworten…

geschrieben am 04.09.2010 in Scheinwerfer von Morné Mirastelle · 1 Kommentar

Ian Curtis ist tot. Sag ich jetzt mal so.

Was ich sonst noch zu sagen habe, könnt ihr im Interview auf de-re.de nachlesen, in dem ich mich 10erlei Fragen gestellt habe. Viel Spaß. :)

http://www.de-re.de/shorts-morne-mirastelle.html

15.03.2010

Rezension im Orkus

geschrieben am 15.03.2010 in Scheinwerfer von Morné Mirastelle · 0 Kommentare

Ha!

Als ich noch klein und Grufti war (ja, damals hiess das noch so) habe ich, im Gegensatz zu heute, wo ich zwar immer noch klein, aber kein Grufti mehr bin und kaum noch was an mir schwarz ist (ausgenommen Haare und Humor), immer davon geträumt, dass eines Tages mal irgendein Schreiberling beim Szenemagazin Orkus sich meiner erbarmt und mein tolles erstes Buch rezensiert, damit meine literarischen Ergüsse nicht mehr nur im Kleinanzeigenteil, indem sonst nur schwarze Engel und tote Teufel unterwegs sind, erscheinen.

Nun denn! Der Tag ist gekommen. HIER ist sie, die Rezension aus dem Print-Orkus und damit eindeutig ein Grund, sich diesen nach annähernd 10 Jahren mal wieder zu kaufen:

“Morné Mirastelle / Kopf-Stein-Pflaster (ubooks)



Wieder einer dieser Tage – vierundzwanzig Stunden, angefüllt mit farblosen Belanglosigkeiten, einzig eingefärbt durch verlogene Floskeln aus Höflichkeit, Oberflächengekratze und Scheinbar-glücklich-Geschichten. Erfüllung? Sinn? Fehlanzeige! Such´ woanders! Wer sich jetzt schon vor seinen dunkelsten Stunden sieht und den Kopf lieber frei hält für Sommersonnentage und Schönwettergedanken, sollte Morné Mirastelles Kopf-Stein-Pflaster besser gleich wieder zum Verstauben ins Regal stellen, denn hier regnet es Tristesse, versinnbildlichte Pflastersteine und nachdenkliches Gedankenmaterial in Kurzgeschichten.

Angereichert mit interessanten wie traurigen Gestalten, deren Lebenssinn wohl niemals gegeben war. “Lichtquellenkonzentrationspunkt”, “Stadtmorgennebel”, “nachtseidenschwer” – der Autorin gefällt es ohne jeden Zweifel, ungewöhnliche und doch so bildgebende Wortschöpfungen zu kreieren, mit ihren zum Teil wirren Erzählungen zum Philosophieren anzuregen und – das ist wirklich schade – mit ihren oftmals (gewollt?) komplizierten Sätzen zu verwirren. Ist es ein Dienst am leser, ihn mit scheinbar endlosen Schachtelsätzen ins Abseits des Verstehens zu stellen? Ergibt das Sätzebilden allein um der Wortfindung willen einen Sinn?

Nun, schon darüber liesse sich trefflich diskutieren, doch sollte dies den philosophischen Gedanken hinter den Geschichten vorbehalten sein, die sich zwar recht oft verborgen im Schreibstildickicht zeigen, gleichwohl aber reichlich vorhanden sind und zeigen: Kopf-Stein-Pflaster beschreibt vielleicht den Stillstand des Daseins in all seinen grauen Farben, lässt aber dem Stillstand der Gedanken keinen Raum.

Gelegentlich ein bisschen verkopft, mitunter auch zu gewollt, aber absolut interessant! Erhältlich jenseits der traumsequenzen für reale 9,95 Euro im ubooks-Verlag, ISBN 978-3-86608-119-2.


(c) Doreen Krase”

Quelle: Orkus (Printausgabe) No.3 / März 2010

19.02.2010

Neue Rezension

geschrieben am 19.02.2010 in Scheinwerfer von Morné Mirastelle · 0 Kommentare

Auch wenn die Schweizer grad nicht so gut auf uns zu sprechen sind, dafür, gute Worte für gute Worte zu spenden, reicht es zum Glück noch. Neue Rezension von “Kopf-Stein-Pflaster” auf :

http://www.art-noir.ch/art-noir/mirastelle-morne-kopfsteinpflaster-buch.htm

Autor: Morné Mirastelle
Titel: Kopfsteinpflaster
Verlag: Ubooks
Geschrieben von: Luke J.B. Rafka

Heavy Metal der Literatur – so hart kann das Leben sein!

Selten findet man ein Bildnis des Autors oder der Autorin direkt auf dem Frontcover des gedruckten Werkes. Es ist schon vorgekommen, dass ein Autoren-Selbstportrait auf der Rückseite zu erblicken ist, aber wie bei diesem zu rezensierenden Buch ist es mir noch nicht erschienen. Morné Mirastelle trägt ein weisses Hemd, dazu eine schicke Krawatte unter einem Regenschirm stehend, während hinter ihr einzelne Pflastersteine um die Ohren sausen und sie erwartungsvoll streng und ernst mit hochgezogenen Augenbrauen und kirschroten Lippen dreinschaut.

Frau Mirastelle ist lt. eigener Aussage in einem Bergwerksstollen im Ostbergland geboren, in einer Stadt, wo die Mormonen wohnen. Vielleicht ist dies auch der Grund, warum ich mich beim Durchforsten dieser Seiten gefragt habe, ob diese Schriftstellerin nicht alle Tassen im Schrank hat. Aber ihre Wohnqualitäten sind mir bisher noch unbekannt und sollten es vielleicht auch besser bleiben. Es könnte allerdings auch nur daran liegen, dass sie in ihrer Kindheit oftmals mit dem Kopf auf dieses Gestein geknallt ist, so durchgeknallt wirken die Kurzgeschichten in “Kopf-Stein-Pflaster“. Oder sie hat sich diese Steine einfach zu häufig gegen die Stirn gehämmert.

Trotzdem sind die Worte der Autorin eine kritische, wenn nicht immer durchschaubare, Hommage an die Welt des Lebens, der Träume und Ängste, die uns allen sehr wohl bekannt sein sollten. So schreibt Morné geschickt in Bildern, die allerdings einen wirren Film im Kopfe des Lesenden hinterlassen. In mehreren Kurzgeschichten präsentiert sie nüchtern das triste Dasein und die immer wieder auftauchende Gleichgültigkeit, die mit so manchem spiessbürgerlichen Leben im Einklang sind. Dabei nimmt sie kein Blatt vor ihren zarten Mund während, sie ihre Finger – frei nach Schnauze – über die Tastatur des Notebooks gleiten lässt und feststellt, dass der Stillstand des Lebens sehr facettenreich sein kann. Mal erlösend und Ruhe bringend, aber doch auch sehr Nerven aufreibend und anstrengend.

Madame Mirastelle jongliert mit Worten und der deutschen Sprache, wie manch andere mit Bällen spielen. Ein mehrfaches Lesen scheint dieses Werk in jedem Fall wert zu sein, aber dafür muss man auch geboren sein. Für mich als Nachdenker und Gesellschaftskritiker jedenfalls ist dieses Buch doch eine schwere Kost gewesen und ob ich mich diesem ein weiteres mal anvertraue bin ich mir nicht sicher.

Heraus gestochen ist mir die Geschichte “Waffenstillstand“. Mit welcher Leichtigkeit des Wahnsinns in dieser Kurzgeschichte mit der Angst des Terrorismus umgegangen wird, ist einfach ein Genuss wie der Kaffee und Kuchen am Nachmittag. Das kann zum Beispiel aus den elendigen, immer wieder auftauchenden Terrormeldungen der Medien resultieren, wenn man nur ein Internetcafe besuchen möchte.

Wortgewandt ironisch sowie kritisch und zum vor dem Kopf hauen ist dieses Werk als Heavy Metal der Literaturszene zu betrachten.

Gruß und Dank
Luke J.B. Rafka

14.01.2010

Recensio II

geschrieben am 14.01.2010 in Scheinwerfer von Morné Mirastelle · 0 Kommentare

Hier die Rezension von “Kopf-Stein-Pflaster” im aktuellen Gothic-Magazin. Geschrieben hat sie Christian Schönwetter, und weil sie nirgendwo online ist, musste ich sie abtippen:

Morné Mirastelle -”Kopf-Stein-Pflaster” (Ubooks)

So manches Selbstportrait auf dem Umschlag ist nur ein netter Versuch, den Autoren potentiellen Lesern vorzustellen.

Doch hier ist das Coverdesign äußerst gelungen, denn die Autorin hat die passende Ausstrahlung und sie trägt eine schicke Krawatte. Und für alle, die sich ab und an Pflastersteine vor die Stirn schlagen wollen, um innerlich nicht zu veröden, kommt hier Abhilfe; weil “kopf-Stein-Pflaster” wirklich knallt.

Eine junge Autorin, die weiß, wohin sie mit ihren Metaphern will, direkt zum Herz-Hirn-Zentrum. Das Buch ist ein wahrer Druckverband für die lesemüde Kopfwunde. Es fasziniert mit treffenden Betrachtungen und starken Wortassoziationen, die Morné Mirastelle scheinbar mühelos aneinander schraubt. Sehr persönlich, aber auch überaus mitreißend.

Schreiben, Leben, Träumen fließen ineinander. Bilder von Schnee und Blutlachen, Schlaflosigkeit und Leichenblässe fügen sich mit unheimlicher Leichtigkeit aneinander. Irgendwie sind die Motive vertraut, doch die originelle Sprachverwendung macht sie spannend und neu, nie aufdringlich, angenehm anders.

Man solte sich einfach hineinfallen lassen in das elektrisierende Gefühl, das dieses Buch durch seine frei schwebenden Worte verbreitet.

(Christian Schönwetter)

Fazit: Öfter Krawatten tragen. Macht scheinbar Eindruck. Freut mich sehr. :)

Eure M. M.


15.12.2009

Recensio

geschrieben am 15.12.2009 in Scheinwerfer von Morné Mirastelle · 3 Kommentare

Es gibt übrigens wirklich Menschen, die mein Buch lesen.

Und eine Rezension darüber schreiben.

Zum Beispiel die hier:

Rezension:

“Eine Nacht in dieser Stadt – erschaffen und tödlich für Träumer und Realisten zugleich. Die Träumer, verloren in kafkaesken Gedankenwelten, von Rotwein und der grünen Fee benebelt, von der Melancholie fortgespült: Gefangen in dieser Stadt und behaftet mit dem Fernweh, das doch selbst weiß, dass es in einer Nacht wie dieser nichts anderes geben kann. Die Realisten, konfrontiert mit dieser nackten Wahrheit und unfähig, sie ganz zu ertragen; zu schwer ist das Wissen darum, dass es sinnlos ist, jetzt der Einsamkeit entfliehen zu wollen. Denn träfen sich jetzt zwei Menschen, so wären sie doch allein.
(Seite 33)

Kopf – Stein – Pflaster.
Selten sieht man den Verfasser auf dem Cover seines eigenen Buches. Dass sich Morné Mirastelle mit Hemd und Krawatte und ernstem Blick unter einem schwarzen Regenschirm vor fallenden Kopfsteinpflastersteinen versteckt auf dem Cover ihres Buches zeigt, gibt dem Leser bereits vor dem Lesen des Klappentextes einen guten Einblick, was ihn im Inneren erwarten wird – keine fliegenden Pflastersteine, aber jede Menge schlagfertige Kritikpunkte des Lebens.

Der Hunger nach dem Leben ist der Sehnsucht nach dem Tod stets gleich.
(Seite 99)

Nüchtern und teilweise verwirrend schreibt sie das Leben in seiner hässlichsten Form, die am zahlreichsten vertreten ist, nieder und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Stumpfe Gleichgültigkeit und tristes Dasein sind nur zwei Seiten, die in Kopfsteinpflaster ihren Platz finden.
In mehreren Kurzgeschichten werden verschiedene Charaktere vorgestellt, die jeder für sich ein eigenes Buch verdient hätten und denen man doch am liebsten nie wieder über den Weg lesen will, weil sie den Leser in ihrer desorientierten und desinteressierten Art anwidern und runterziehen. Als Leser denkt man sich einige Male „hoffentlich ende ich nicht irgendwann genauso“ und weiß doch, dass es kaum einen Ausweg aus der Tristesse des Lebens gibt oder geben kann.

Kann ich nicht gehen, kann ich nicht bleiben.
(Seite 40)

Morné Mirastelle befasst sich mit dem Stillstand des Lebens, der so viele Gesichter hat – für den einen erlösend und Ruhe bringend, für den anderen anstrengend und an den Nerven zehrend. Wie das Leben selbst ist auch der Stillstand vielseitig und schwer definierbar, wie man in jeder einzelnen Kurzgeschichte des Buches feststellen kann und wie jeder einzelne Charakter zeigt.

Kopfsteinpflaster ist ein literarisch-philosophisches Kunstwerk, das in Bruchteilen schwer zu lesen und zu verstehen ist, manches Kapitel muss zweimal gelesen werden, um den Sinn wirklich und vollständig erfassen zu können. Die Autorin spielt mit Worten und der deutschen Sprache, wie andere mit Bällen oder Schachfiguren spielen. Rundherum gelungen und ein mehrfaches Lesen in jedem Fall wert.

Zeit rauscht rückwärts, wenn du weinst.
(Seite 70)

Fazit:

Philosophisch und wortgewandt glänzt Morné Mirastelle mit ihrem Debüt, das seinesgleichen sucht. Ein Gewinn für jedes Nachdenker- und Gesellschaftskritiker-Bücherregal.”

von

http://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2420:kopfsteinpflaster-morne-mirastelle&catid=69:sonstiges&Itemid=104

Oder hier:

http://www.monstersandcritics.de/artikel/200943/article_159719.php/Buch-Kritik-Kopfsteinpflaster-R%C3%A4cht-die-Ruinen-nach-dem-Regen-von-Morn%C3%A9-Mirastelle

Oder auch hier:

http://www.schwarzeseiten.de/cms/front_content.php?client=1&lang=1&idcat=32&idart=1308

Kein Schlusswort,

Morné

11.10.2009

Kleinmädchenträume . . .

geschrieben am 11.10.2009 in Scheinwerfer von Morné Mirastelle · 4 Kommentare

. . . wurden wahr.

Ihr erinnert euch an den Text “In die Röhre geschaut” und an dessen Fazit, welches da lautete, man möge mir, so man mir wohlgesonnen, Ponys schenken, Backöfen oder Geld, aber bitte keine Fernseher?

Nun, nur einen Tag später kam das erste Paket hier an. Darin:

Ponys

Mamapony, Babypony, Papapony. So muss das sein, und Auslauf bekommen sie auch, wie man sieht. Ich bedanke mich und verspreche, dass alle Ponys, die hier auch zukünftig eintrudeln, ein ordentliches Heim finden werden.

Tausend Dank,

eine glückliche Morné

23.09.2009

In die Röhre geschaut

geschrieben am 23.09.2009 in Scheinwerfer von Morné Mirastelle · 7 Kommentare

Jeden Sonntag, seit dem ich ihn kenne – also seit etwa 5 Jahren – ruft mich mein Erzeuger an, um mit mir zu schwatzen. Dabei geht es meist um das Wetter, den Garten, die Marathonläufe seiner Freundin oder die Urlaubspläne, und wenn ihm gar nichts mehr einfällt, fragt er mich: „Sag mal, hast du gestern das und das im Fernsehen gesehen?“ und ich antworte jeden Sonntag: „Paps – ich habe keinen Fernseher. Ich lese lieber.“

Ich habe die drohende Gefahr nicht kommen sehen, ich dachte, der klaren Worte seien genug gewechselt, ich habe nicht mal darauf geachtet, dass er mir dennoch jeden Sonntag die selbe Frage wieder stellte, und so kam es, wie es kommen musste, als ich ihn das letzte Mal in Bremen besuchte, meinte er: „Ich hab da noch was Schönes für dich, zum Geburtstag“ und er führte mich ins Wohnzimmer, wo ein Karton stand, der ungefähr 2 Meter breit, einen Meter hoch, dafür aber unglaublich flach war. Mir schwante sofort Übles, und als ich den sich darin befindlichen 42-Zoll-Monitor auspackte, konnte ich die Tränen kaum unterdrücken und war nur noch des Stammelns fähig, mein Paps aber freute sich einen ab, endlich hatte er mich zu einem zivilisierten Menschen gemacht, endlich würde er Sonntags eine Antwort auf seine Frage bekommen, ob ich denn dieses oder jenes gesehen habe – im Fernsehen.

Kompletten Artikel lesen

03.05.2009

Kopf-Stein-Pflaster

geschrieben am 03.05.2009 in Scheinwerfer von Morné Mirastelle · 3 Kommentare

Dieses Buch da ist zwar eher nicht lustig, aber was solls, ich bin jung und brauche das Geld.

Also kauft euch das Buch oder kauft es euren Freunden oder Feinden, damit ich endlich meine Telefonrechnung bezahlen kann. :D

Hier gehts zum virtuellen Buchladen:

http://www.ubooksshop.de/product_info.php?info=p611_Kopfsteinpflaster—Morn–Mirastelle.html

Und hier noch der Verweis zur Presseseite von ubooks:

http://presse.ubooks.de/morne/index.htm