04.02.2011
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Liebe Bunzelwehrmenschen, liebe Primaten der Politik,
euch ist auch wirklich nichts zu peinlich, oder? Habt ihr euch schonmal überlegt, was eigentlich euer Problem ist? Habt ihr schon mal darüber gegrübelt, warum euch keiner mag, ihr lieben kasernierten Kameradinnen und Kameraden?
Bisher meintet ihr, es läge daran, dass ihr in Uniform rumlauft, den ganzen Tag rumbrüllt und ab und an ein paar Leichen produziert, aber das stimmt nicht.
Euer Problem heisst nicht Gorch Fock, nein, und es liegt auch nicht an den seltsamen Aufnahmeritualen, die normale Menschen eventuell als unwürdig empfinden könnten (diese schwulen Weicheier!).
Nein, euer Problem trägt einen anderen Namen: L-E-G-A-S-T-H-E-N-I-E.
Klar, dass die Bunzelwehr nur noch aus Deppen besteht, wenn ihr auf eurer Weltnetzpräsenz, mittels derer ihr den Nachwuchs rekrutiert, nur so mit eurer DEPPENRECHTSCHREIBUNG protzt!
Da merkt man irgendwie: das Bild, das ihr nach aussen vermittelt, tangiert euch denn doch nur peripher.
Uns tangiert es wohl, denn wir empfinden eure Darstellung als Ohrfeige ins Gesicht eines jeden halbwegs gebildeten Menschen – deswegen haben wir uns erlaubt, euch mal eure ganzen Rechtschreibfehler herauszusuchen. Damit ihr nicht gleich anfangt zu weinen – denn es sind wirklich sehr, sehr viele – haben wir nur einige eurer Seiten herausgepickt und vor allem: korrigiert. Offenbar schafft ihr es ja nicht ohne Hilfe von aussen. Eure Fähigkeiten erreichen gänzlich ungeahnte Dimensionen! Wer könnte auch damit rechnen, dass ihr es schafft, in einem Abschnitt mehr Rechtschreibfehler einzubauen als Worte vorhanden sind?!
Aber man kann auch schon mal “durcheinanader” kommen, wenn mal viel mit “Gesetzten” und wenig mit “Vorgesetzten” zu tun hat.
Wir wetten, der feurige Chef zu Guttenberg “krigt” die “Kriese”, wenn er das lesen muss.
(Wenn er lesen kann.)
Gleichwohl, ihr schuldet uns was.
Mit einem herzlichen “Wegtreten!” grüssen:
Gahi & Morné
P.S.: Falls ihr noch kluge Mädels braucht – Menschen mit Studium, Menschen, die lesen und schreiben können – hier sind wir, eure tollen neuen potentiellen Offiziersanwärterinnen. Wir würden euch vor weiteren derartigen Blamagen bewahren, vertraut uns, mit uns wäre euch sowas erst gar nicht passiert. Meldet euch – gebt uns ´ne Einzelstube und wir können über alles reden. Nehmt uns – ihr braucht uns.
18.10.2008
Liebe Leserinnen und Leser, heute, zum 18. Oktober 2008, möchte ich euch wieder einen kleinen Bericht aus der Frontstadt liefern. Es wird eventuell nötig sein, diesen noch zu ergänzen, da die Ereignisse stetig fortschreiten, wie sie es nun mal so an sich haben.
Jetzt tut sie es nicht mehr – aus gutem Grund -, aber heute Morgen schien sie noch, die allseits geliebte Sonne, der Himmel war blau, das Herbstlaub leuchtete – Kaiserwetter, möchte man fast sagen -, und so entschloss ich mich, einen kleinen Spaziergang vorzunehmen, der rein zufällig die selbe Route haben sollte wie die angekündigte Demo der AntiIrgendwas (und ja, ich weigere mich, euch klein zu schreiben).
12.08.2008
Lieber Franz Josef,
ist die Welt heut wieder besonders einfach? An Geld und Hirn mangelt’s offenbar nur bei einem schlecht recherchierenden, sich ständig selbst widersprechenden Kolumnisten der BILD, der so viel Gehirnjogging mit Dr. Kawashima gemacht hat, dass er glaubt, die Welt in seinen Weisheiten ertränken zu müssen.
Es gibt durchaus Medikamente gegen AIDS, der Forschung fehlt es weder an Geld, noch an Hirn – höchstens an Moral. Denn wer sind die am meisten Betroffenen von AIDS? In Afrika befinden sich 64% der AIDS-Erkrankten, in Südostasien 18,4%. Da diese Menschen nicht gerade zu den Zahlungskräftigen der Welt gehören, kommen erforschte Medikamente auch nicht bei ihnen an. In Europa dagegen schon (1,7% der AIDS-Erkrankten global).
14.06.2008
Dieses Plakat begegnete mir heute mehrfach in den Lehrgebäuden der TU Dresden.
Da wir dies nicht unkommentiert stehen lassen können, hier die Antwort darauf:
Faschistische Strukturen mit faschistischen Methoden zu bekämpfen empfinden wir als unlogisch!
Wir wollen keine Kleiderordnung an der Uni!
(c) Gahi & Morné Mirastelle
07.06.2008
Naziauflauf mit Schimmelkäse
oder:
„Denn wenn wir es tun, wird es niemand tun!“
Dresden, den 16. Februar 2008 – wie es begann…
Nachdem ich mir am Abend zuvor bereits Gedanken gemacht hatte, für welche Demonstration ich mich entscheiden sollte, stand am Morgen des 16. Februar für mich fest: In diesem Jahr sollte es die Nazidemo sein. Man kann ja schliesslich nicht jedes Jahr auf die Demokratiedemo gehen, auf welcher man im Prinzip dann auch nur Menschen sieht, mit denen man eigentlich nichts zu tun haben will. Und wenn wir mal ehrlich sind: Ein bisschen Schaulust steckt in jedem von uns, und bei mir ist die Glotzgeilheit ganz besonders ausgeprägt, also wollte ich sie mir mal anschauen, die Nazis. Billiger als ein Tag im Zoo würde es auf jeden Fall werden, und als Bafögempfängerin nehme ich schliesslich jedes kulturelle, kostengünstige Angebot gerne an.
06.06.2008
Hier die Antwort auf eine Postwurfsendung der NPD, in welcher wir aufgefordert wurden, eine 3-DM-Briefmarke herzugeben, damit wir baldigst in der glücklichen Lage wären, mehr “Informationen” über die NPD in unseren unwürdigen Händen zu halten:
S. W. & A. S. R.
Dresden
Nationaldemokratische Partei Deutschlands
Postfach 840157
12351 Berlin
Dresden, den Oktober 2006
Sehr geehrte Damen und Herren der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands,
mit grosser Freude und Erleichterung haben wir Ihre schonungslos ehrliche und patriotische Briefkastenwurfsendung, vom Parteivorstand höchstselbst herausgegeben, zur Kenntnis genommen.
Besonders zur Ehre gereicht Ihnen, dass Sie, entgegen aller momentanen, katastrophalen parteipolitischen Bewegungen Deutschlands, sich ernsthaft um die Pressefreiheit und vor allem um die Jugend sorgen. Aus diesen und weiteren schwerwiegenden Gründen haben wir uns entschieden, Sie um weiteres Informationsmaterial zu bitten.
Leider war uns nicht bewusst, dass es im Jahre 2006, in einer Zeit, in der Deutschlands Finanzsystem längst auf den Euro umgestellt worden ist, so schwierig sein könnte, eine 3-DM-Briefmarke aufzutreiben.
All unsere verzweifelten Bemühungen schlugen fehl.
Als kleine Anzahlung schicken wir Ihnen hiermit einen deutschen Pfennig, den einzigen, den aufzutreiben wir in der Lage waren. Wir hoffen sehr, demnächst weiteres deutsches Geld auftreiben zu können, welches Ihnen zuzusenden wir uns erlauben.
Sie können es sicher gut gebrauchen.
Mit treudeutschem Gruss und der Bitte um Antwort,
S. W. & A. S. R.
[(c) Morné Mirastelle]
Auf der Rückseite des Briefes dann noch dies:
